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CD aufnehmen – das richtige Tonstudio für die Aufnahme

Tonstudio

Für viele junge Musiker stellt die Frage nach der Auswahl des richtigen Tonstudios ein großes Problem dar, sehen sie sich doch einerseits einem unüberschaubaren Überangebot an “günstigen Alternativen” gegenüber, große Studios mit namhaften Referenzen andererseits liegen in der Regel weit über dem finanziell möglichen.

Auswahl des Tonstudios

Prinzipiell ist die Ausstattung, Größe und Lage des Studios weit weniger entscheidend als das Können des Toningenieurs. Wer also einen erfahrenen Engineer mit guten Referenzen kennt, ist oft besser beraten, ihm die Auswahl des Studios zu überlassen. Gerade wenn es darum geht, für wenig Geld gute Aufnahmen zu bekommen, ist die Beratung eines erfahrenen Tontechnikers Gold wert.
Wer sich dennoch selbst auf die Suche nach einem Studio begibt, sollte vor allem folgende Dinge beachten: Ein professionelles Studio hat IMMER zumindest einen Aufnahmeraum, der akustisch völlig getrennt von Mischpult und Computer ist. Gute Studios haben in der Regel immer eine ganze Reihe von Mikrofonen jenseits der 800-Euro Grenze.

Ob das Studio eine große Mixing-Konsole, viel analoges Outboard-Equipment oder eine Bandmaschine hat ist heute nicht mehr sehr entscheidend, ist aber in der Regel ein Indikator für gute Qualität, da sich ein Studio im Mittelklasse-Bereich solch ein Equipment normalerweise gar nicht leisten kann.

Preislich bieten die meisten Studios sowohl Tages- als auch Projektpauschalen an, welche Option die bessere ist hängt in erster Linie vom Projekt ab und sollte vorher mit dem Tonstudio abgesprochen werden.

Verträge mit Tonstudios

Ein anderer Fall tritt ein, wenn von Seiten des Studios (oder auch des Labels) ein Produzent einbezogen wird. Dieser greift üblicherweise (im Gegensatz zu einem einfachen Engineer) auch in die Musik selbst ein, ändert z.B. das Arrangement und gibt Tipps zu Interpretation und Technik. Diese Leistung wird extra bezahlt, das findet aber oft in Form von Beteiligungsverträgen statt. Viele Produzenten haben selbst Musikverlage oder sind Plattenfirmen unterstellt und investieren gerne in ein Projekt, wenn sie darin Potential sehen.

Bei der Verhandlung mit einem Produzenten oder einer Plattenfirma ist auf jeden Fall dringend zu raten, jegliche Verträge vor Unterzeichnung von einem Fachmann durchsehen zu lassen. Viele Institutionen bieten kostenlose Rechtsberatung für junge Musiker an. Faustregeln gibt es hier wenige, mindestens sollte aber darauf geachtet werden, dass der Produzent oder die Plattenfirma auch eigene Mittel in die Produktion einbringt (z.B. einen Vorschuss auf die Produktionskosten des Albums, Budget für Promo-Aktionen etc.).

Oft wird versucht, junge Musiker durch Exklusivverträge an Plattenfirmen oder Produzenten zu binden, um im Falle eines Erfolges dann kräftig mitzuverdienen. Bei solchen Angeboten ist Vorsicht geboten – sie machen für Musiker nur dann Sinn, wenn vertraglich ganz genau festgelegt ist, welche Leistungen seitens der Plattenfirma oder des Produzenten eingebracht werden müssen und was für einen Wert diese haben.

Quellen zum Thema:

http://backstagepro.regioactive.de/musikvertragsrecht-die-verschiedenen-musikvertraege/

http://www.pointoo.de/tag/Tonstudio.html

Bildquelle: alf loidl / pixelio.de

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