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GEMA Gebühren 2013 – eine Erhöhung ohne Augenmaß

Die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) ist insbesondere wegen des Rechtsstreits mit YouTube um die Nutzungsrechte diverse Musikvideos umstritten und bei einigen Anwendern im Netz unbeliebt. Zum Jahr 2013 hin hat die GEMA eine Erhöhung der eigenen Gebühren eingeführt, die schwerwiegende Folgen haben könnte.

Warum soll die GEMA Gebühren Erhöhung stattfinden?

Für die GEMA selbst ist die Umstellung der Gebühren und Tarife erst einmal mit dem Ziel verbunden, die Tarifübersicht einfach zu gestalten. Bislang hat die GEMA elf Tarife im eigenen Portfolio zu finden, die in Zukunft um neun Tarife auf insgesamt zwei gekürzt werden sollen, was für Clubbetreiber einfach zu händeln sein soll.

Darüber hinaus verfolgt die GEMA das Ziel, die Kosten fairer zu berechnen, da insbesondere kleine Clubs und Discotheken derzeit das Problem haben, vergleichsweise mehr Geld zu zahlen als mittelgroße Clubs. Um diese Lücke zu schließen, hat die GEMA eine Umstrukturierung der Gebühren eingeführt, die ab 2013 gültig sein wird.

Die neuen Gebühren belaufen sich dann auf zehn Prozent des Umsatzes (lediglich der Eintrittsgelder) des jeweiligen Clubs, wovon kleine Etablissements profitieren sollen. Von größeren Clubs mit mehr Besuchern und Reichweite erwartet sich die GEMA entsprechend höhere Einnahmen, die dann unter den Musikern verteilt werden sollen.

Welche Folgen hat die Erhöhung der GEMA Gebühren?

Kleinere Clubs müssen weniger Geld bezahlen und haben damit die Möglichkeit, durch die Erhöhung der GEMA Gebühren zu wachsen und größer zu werden. Große Clubs dürften keine Probleme haben, die Gebühren zu bezahlen, wenngleich diese natürlich im Vergleich zu den aktuellen GEMA Gebühren deutlich mehr Geld bezahlen müssen.

Besonders schlecht sieht es für mittelgroße Clubs aus, deren Kosten um bis zu 600 Prozent steigen könnten, weshalb schon jetzt viele Clubbetreiber von einem Aus sprechen. Gerade deshalb wurde eine Petition im Internet gestartet, die mittlerweile über 100.000 Mitzeichner vorweisen kann.

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