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Spotify in Deutschland – Verhandlungen mit der GEMA zäh

Seit dem 13. März diesen Jahres ist in Deutschland das Musikportal Spotify online. Bei dem Service können User kostenlos unterschiedliche Musiktitel ihrer Wahl anhören. Der Unterschied zu anderen Portalen liegt bei Spotify darin, dass die Titel nicht auf die Computer der Nutzer heruntergeladen werden, sondern lediglich als Stream online verfügbar sind. Trotzdem möchte die GEMA – die Gemeinschaft für musikalische Ausführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – dass die Betreiber von Spotify eine Gebühr für jeden abgespielten Musiktitel bezahlen.

Aufgrund eines Paragraphen in dem Urheberwahrnehmungsgesetz ist es Spotify bisher möglich, seinen Streamingservice ohne eine Einigung mit der GEMA anbieten zu können. Trotzdem sind sowohl die Betreiber des Onlineportals als auch die Mitarbeiter der GEMA darum bemüht, eine schnelle und zufriedenstellende Einigung zu finden. Denn nach Vertragsabschluss müssen alle ausgehandelten Gebühren auch rückwirkend an die GEMA bezahlt werden.

Bisher sind sich die GEMA und Spotify noch uneinig, wie der vertraglich geregelte Tarif aussehen soll. Während die Mitarbeiter der GEMA für jeden einzelnen abgespielten Titel eine Abschlagszahlung verlangen, möchte Spotify einen Pauschalpreis aushandeln. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass aus Spotify ein kostenpflichtiges Portal wird, um die Gebühren an die GEMA bezahlen zu können.

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