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Voice of Germany – eine Möglichkeit für bisher unentdeckte Talente

Mit “The Voice of Germany” startete die ProSiebenSat.1 Media AG vor wenigen Tagen ein neues Casting-Format in Deutschland, welches bereits in dutzenden Ländern der Erde immense Erfolge für sich verbuchen konnte. Ziel der Show: Deutschlands beste Stimme ausfindig zu machen. Das Showkonzept unterscheidet sich hierbei deutlich von bisherigen Formaten: Anders als etwa bei “Deutschland sucht den Superstar” sitzt die Jury während den gesanglichen Vorträgen mit dem Rücken zum Kandidaten, kann sich somit vollstens auf den wesentlichen Teil der Darbietung konzentrieren: Die Stimme.

Spätestens seit “Deutschland sucht den Superstar” werden musikalische Castingshows im deutschen Fernsehen oftmals nur noch müde belächelt: Kandidaten, die bisher als Sieger aus dem RTL-Format hervorgingen, gerieten bereits wenige Wochen später wieder in Vergessenheit, nach einer (immerhin nahezu sicheren) Nummer 1-Platzierung können die begabten Newcomer nur selten Fuß im knallharten Musikbusiness fassen. Deutlich erschwerend kommt für “DSDS”-Teilnehmer die Tatsache hinzu, dass viele Radio-Sender die Songs von Casting-Gewinnern gar nicht erst in ihr Programm aufnehmen möchten.

Trotz des in Deutschland spürbar fehlenden Supports stechen einige Castingshow-Teilnehmer deutlich aus dem schnell vergessenen Einheits-Brei hinaus: DSDS-Gewinner Mark Medlock gelangen mit Unterstützung von Komponist Dieter Bohlen auch Jahre nach seinem Sieg hohe Chartplatzierungen, überaus erfolgreiche Girlie-Bands wie Monrose oder die No Angels durften sich ebenfalls ein großes Stück vom Gewinner-Kuchen abschneiden.

Ob auch “The Voice of Germany” einen langfristig erfolgreichen Gewinner hervorbringen kann, werden Fans der Show spätestens im Frühjahr 2012 erfahren.

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